Hochtour ~ Jungfrau 4158m, via Innere Rottalgrat.

 

Datum: 22. / 23.Juli 2019

Region:

Berneralpen, Jungfrauregion

Anfahrt:

In Lauterbrunnen parkiert im Parkhaus, weiter mit dem Postauto bis Stechelberg 910m.
Karte

Karten Dienst:

Digitale Swiss Map
Link zur Karte


Route:

Gemäss >>Karte.

Diese Route wurde am Tourentag mit dem Satmap Active 20 aufgezeichnet
und bezieht sich auf die damalige Situation (Wetter, Gelände, Gruppe etc.)

Bericht:
Die Route auf die Jungfrau 4158m via Innere Rottalgrat hatte ich schon seit Jahren vor, doch es wollte nie damit klappen.
Doch heute wurde ein Traum wahr.
Diese sehr anspruchsvolle Hochtouren Route braucht sehr sichere und perfekte Verhältnisse. Das Wetter spielt hier und überhaupt in den Bergen eine sehr grosse Rolle.
Wäre da nicht sicheres und trockenes Wetter vorhergesagt, wären wir hier nicht eingestiegen.
Somit haben wir den richtigen Zeitpunkt ausgesucht.

Ab Stechelberg müssen zuerst viele Höhenmeter gemacht werden 1850hm Aufstieg…dieser Hüttenweg ist nicht überlaufen, interessanter Aufstieg in einer wilden Umgebung umgeben von hohen Bergwänden.

Angekommen bei der Hütte liessen wir unsere Rucksäcke hier zurück. Gemütlich machten wir uns auf den Weg um Reko zu machen für den nächsten Morgen, wir steigen den Wegspuren entlang markiert und geschmückt mit aufgemalten Marienkäfern und Reflektoren für die Dunkelheit. Ankunft auf dem Grat beim Pt.2927 sahen wir dass alles trocken ist, kein Neuschnee und es werden an diesem Abend auch keine Gewitter gemeldet, perfekte Ausgangslage für dieses doch eher plattiges abwärts geschichtetes Gelände, wir können uns also freuen auf ein tolles Bergsteigen.
Absteigen zur Hütte und Nachtessen mit ca 16 anderen Gästen.
Die SAC Rottalhütte ist nicht immer bewirtet, von Anfangs/Mitte Juni bis Ende September an den Wochenenden von einem Clubmitglied bewirtet. Bei uns allerdings war die Hütte nicht bewirtet.

Um ca 4uhr sind wir gestartet, dank Reko vom Vorabend und mit den Marienkäfer und den Reflektoren kamen wir sehr zügig voran, dank dem auch dass es perfekte Verhältnisse sind.
Wichtig ist dass man hier nicht zu lange in diesem plattigen Mulden ähnlichem Teilstück hinaufsteigt, hat man den Bachlauf erreicht (Karte), sollte man unbedingt wieder rechts hinaus queren zum Grat.
Nach dem plattigen Teil kommen wir auf den Grat und zu den Fixseilen, griffige Felsen und Griffe ermöglichen genüssliches Klettern und Bergstiegen ohne Steigeisen.
Bald erreichen wir den Hochfirn um 7Uhr, toller tragfähiger harter Firn, mit Steigeisen Schritt für Schritt hinauf auf diesem Aussichtsreichem Hochplateau, weiter zuerst auf die Wengen Jungfrau 4089m welche wir um 8uhr erreichen.

Einige Minuten gönnen wir uns um die Aussicht zu geniessen, bereits um diese Zeit ist es schon ziemlich warm für diese Höhe. Wir queren hinüber an die Jungfrau, etwas Nordwestlich finden wir für uns die geeignete Stelle, steigen hinauf und treffen auf die Normalroute, in ein paar wenigen Schritten erreichen wir die Jungfrau 4158m um 8:30uhr.
Was für ein toller Moment, wir haben soeben den Innere Rottalgrat bestiegen, grosse Freude herrscht.
Znüni Pause und die Aussicht auf sich wirken lassen, kein Wind wir geniessen es sehr.

Der Abstieg erfolgt auf trockenen Felsen, aufgeweichten Firn und kurze Blankeis Stelle zum Rottalsattel 3885m. Dank dem dass die direkte abstiegsvariante zum Jungfraujoch mit abseilen 10m möglich war ersparten wir uns wiederum viel Zeit. Um die Mittagszeit erreichen wir das Jungfraujoch 3466m, anschliessend wandern wir zur Mönchsjochhütte 3657m hier werden wir übernachten.
Am nächsten Tag geht’s zurück zum Jungfraujoch, mit der Bahn bis Station Eismeer und Aufstieg zur Mittellegihütte 3354m.

Bilder zur Tour:

Null
(Tipp: Mit dem Tablet Hochkant die Bilder anschauen, bei den Pano Tablet Querformat)

Gipfel erreicht? Ja
Alle Höhenmeter: 3500hm (GPS Angaben)
Bahn: Nein.
Teilnehmer: Mit Noel.
Unterkunft: SAC Rottalhütte 2755m (Homepage / Karte) und Mönchsjochhütte 3657m (Homepage / Karte).


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